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Geschäftsreisen und Klimaschutz

Geschäftsmann am Flughafen

Wie Sie Ihre Umwelt-Bilanz bei Geschäftsreisen verbessern können

Nicht nur im Alltag, sondern auch auf Reisen wird Nachhaltigkeit immer wichtiger. Obwohl sich viele Firmen in Sachen Nachhaltigkeit bereits verstärkt engagieren, rückt das Thema bei Geschäftsreisen oft in den Hintergrund. Viel zu selten berücksichtigen Unternehmen entsprechende Kriterien bei der Buchung. Unter Geschäftsreisenden ist man sich dagegen einig:  Der Klimawandel ist eine wichtige Angelegenheit. Es besteht großes Interesse und die Bereitschaft, das persönliche Reiseverhalten klimafreundlicher zu gestalten. Auf Seiten der Arbeitgeber gilt es deshalb, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie von SAP Concur und INNOFACT.1

 

6 Tipps für mehr Nachhaltigkeit bei Geschäftsreisen

In der Debatte um den Klimawandel bewerten Kunden, Investoren und nicht zuletzt auch die Medien Unternehmen immer häufiger anhand der Erfüllung ökologischer Kriterien. Neben Zielen wie Kosteneffizienz, Komfort und einer kurzen Reisedauer, ist eine nachhaltige Geschäftsreise heute ein ebenso relevanter Maßstab.

Was macht nun aber eine nachhaltige Geschäftsreise aus und welchen Beitrag kann jeder einzelne Mitarbeiter selbst leisten? Wir haben 6 Tipps zusammengefasst, mit denen Sie Ihre Geschäftsreisen ökologisch nachhaltiger gestalten können.

Eine gründliche Planung macht umweltfreundliche Geschäftsreisen möglich

70% aller Geschäftsreisen sind innerdeutsch. Mit sorgfältiger Planung kann man die Termine mit den Geschäftspartnern so vereinbaren, dass diese auf einer sinnvollen Reise-Route liegen. So lassen sich unnötige Fahrten reduzieren und damit auch die Belastung von Klima und Umwelt.
Treten mehrere Mitarbeiter eine Reise mit gleichem oder ähnlichem Ziel an, empfiehlt es sich, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Es lohnt sich außerdem zu prüfen, ob ein Vor-Ort-Termin wirklich notwendig ist oder ob dieser auch durch eine Videokonferenz ersetzt werden kann.

Klimaschutz ist wichtiger als Bonuspunkte:

„Rund 44% der Befragten geben an, schon heute ihre persönlichen Geschäftsreisen möglichst klimaschonend zu buchen. Das Sammeln von Bonusmeilen und anderen Treuepunkten ist hingegen nur für 31% der Befragten von Bedeutung.“

Ergebnis einer Studie von SAP Concur

Die Wahl des Verkehrsmittels – Bahn, Flugzeug oder doch PKW

Für Dienstreisen stehen Geschäftsleuten unterschiedliche Verkehrsmittel zur Verfügung, bei denen unterschiedliche Zeit-, Kosten- und CO2-Effizienz zu verzeichnen sind.

Die am häufigsten genutzten Fortbewegungsmittel sind das Flugzeug, die Bahn und das Auto. Davon ist das Flugzeug bezüglich der Ökobilanz die schlechteste Alternative. Hier wird am meisten CO2 verbraucht. Vor allem auf Kurzstreckenflügen ist der relative Verbrauch an CO2 pro 100 Kilometer besonders hoch. Start- und Steigflug kosten viel Energie und fallen bei Kurzstreckenflügen noch mehr ins Gewicht als auf der Langstrecke.

Weitaus weniger CO2 entsteht bei einer Zugfahrt. Zwischen den Großstädten sorgen die ICE-Verbindungen für enorme Zeitersparnis. Viele kleinere Städte werden allerdings weniger häufig vom Fernverkehr bedient, so dass bei einem Business-Trip mit dem Zug oft mehr Zeit für die An- und Abreise eingeplant werden muss.

Insbesondere für kurze Strecken sollte immer überprüft werden, ob zum Beispiel die Bahn schneller, günstiger und umweltschonender ist als ein Flugzeug. Gerade bei innerdeutschen Strecken gibt es oft gute, umweltfreundlichere Alternativen mit der Bahn.

Dennoch bildet der Wunsch nach Schnelligkeit und Sicherheit die Basis der Bedürfnispyramide der Geschäftsreisenden. Diese Faktoren sind Ihnen besonders wichtig².

Verzicht für den Klimaschutz:

„Rund die Hälfte (57%) der Geschäftsreisenden ist bereit, bei Geschäftsreisen für den Klimaschutz bei anderen Faktoren (z.B. Preis, Schnelligkeit oder Komfort) Abstriche zu machen.“

Ergebnis einer Studie von SAP Concur

Nachhaltig wirtschaftende Unterkünfte buchen

Für Geschäftsleute gibt es immer mehr Optionen, nachhaltig agierende Hotels zu buchen. Diese sogenannten “grünen Hotels” tragen in der Regel ein Umweltsiegel, wie Green Globe, ISO 14001 oder den DEHOGA Umweltcheck. Diese Hotels haben ihren Betrieb an umweltfreundliche Maßstäbe angepasst. Sie messen z.B. die entstehenden CO2-Emissionen je Übernachtung und setzen auf erneuerbare Energien. Immer mehr nachhaltige Hotels und Restaurants setzen zusätzlich auf regionale und saisonale Speisen.
Für die umweltbewusste Unterbringung während der Business-Reise sollte man ein Hotel wählen, das ökologischen Richtlinien folgt. Leider fallen derart zertifizierte Unternehmen meistens nur durch einen Hinweis auf ihrer Webseite auf. Ein genauer Blick lohnt dennoch.
In den Reiserichtlinien des Unternehmens kann die bevorzugte Auswahl dieser Unterkünfte festgehalten werden, sodass ein zuständiges Reisebüro entsprechende Buchungen vornehmen kann.

Verpackungsmüll auf Business Trips vermeiden

Nicht nur das Unternehmen, sondern auch der Reisende selbst kann mit wenig Aufwand etwas für eine gute Ökobilanz seiner Reise tun. Vor der Abreise noch schnell einen Coffee to go und zwischen den Business Meetings lockt das Take-Away-Mittagessen. Der straffe Zeitplan lässt viele Business-Reisende auf Einwegverpackungen zurückgreifen. Hauptsache, es geht schnell. Der dabei entstehende Verpackungsmüll ist enorm. In Deutschland werden stündlich geschätzt 320.000 Pappbecher verbraucht. Stattdessen kann man auf Thermobecher zurückgreifen.

Statt einen umständlich verpackten Snack aus der Hand zu essen, sollte man ein Restaurant besuchen. Eine kurze, bewusste Pause ist nicht nur für die Umwelt gut, sondern auch der Gesundheit des Mitarbeiters zuträglich. Falls die Zeit dafür nicht reicht, sollte man bevorzugt Anbieter wählen, die auf spezielle Ökoverpackungen setzen.

„Zwei Drittel der befragten Geschäftsreisenden (66%) fühlen sich persönlich verpflichtet, ihr eigenes alltägliches Verhalten kritisch zu hinterfragen.“1

Päärchen am Flughfen schaut auf das Smartphone

Sensibilisierung der Mitarbeiter für nachhaltige Geschäftsreisen

Häufig entscheidet der Reisende selbst über das Transportmittel sowie über die Unterbringung. Die Mitarbeiter müssen daher mit einbezogen werden, wenn es darum geht, Geschäftsreisen nach umweltverträglichen Maßstäben umzusetzen. Für Unternehmen bleibt es bei aller Sorge um die Nachhaltigkeit des Handelsn außerdem relevant, die Bedürfnisse der reisenden Kollegen im Blick zu behalten. Workshops und Schulungen bieten einen geeigneten Rahmen, um die Gründe für eine klimafreundliche Firmenpolitik offen zu kommunizieren und Mitarbeiter für diese Themen zu sensibilisieren. Die durch SAP Concur erstellte Bedürfnispyramide zeigt außerdem auf, woran Geschäftsreisenden gelegen ist.2

Geschäftsreisende beklagen Informationsmangel:

„Nur ein Drittel (39%) der befragten Geschäftsreisenden verfügen über notwendige Informationen (z.B. CO2-Ausstoß bestimmter Verkehrsmittel), um klimafreundlicher reisen zu können.“

Ergebnis einer Studie von SAP Concur

Arbeitgeber können außerdem Anreize schaffen, um Mitarbeiter auf das Thema Klimaschutz aufmerksam zu machen. Beispiele hierfür sind:

  • Das Bereitstellen eines Dienstfahrrads für lokale Termine oder grundsätzlich für den Weg zur Arbeit.
  • Jobtickets für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.
  • Die Erstattung der Bahncard, wenn sie sich durch häufiges Bahnfahren bezahlt gemacht hat.

Bestehende Muster und Abläufe im Business Travel Management sollten analysiert und hinsichtlich nachhaltiger Reiseangebote überdacht werden. Es kann sich lohnen, „grüne Kooperationen“ mit umweltfreundlichen Hotels oder Mietwagenagenturen einzugehen.
In Anbetracht der immer noch steigenden Zahl an Dienstreisen, können schon kleine Verhaltensänderungen eine große Wirkung haben.
Der Einsatz intelligenter Softwarelösungen für das Travel Management kann ebenfalls dabei helfen, nachhaltiger zu arbeiten. Eine Softwarelösung für Reise- und Reisekosten-Management vereinfacht das Buchen von Geschäftsreisen und unterstützt den Mitarbeiter zusätzlich dabei, die Reiserichtlinien des Unternehmens einzuhalten. Gleichzeitig ermöglicht dies Unternehmen, das eigene Reiseverhalten auf fundierter Datenbasis zu analysieren und zu reflektieren. So kann das Verhalten hinsichtlich des Öko-Faktors kontinuierlich geprüft und verbessert

Geschäftsmann mit Tablet im Flugzeug
Business Trip, Ankunft am Flughafen
Geschäftsmann in blauem Anzug mit Tablet im Flugzeug

CO2-Reports und -Kompensation

Zusätzlich zu einem grundsätzlich verantwortungsbewussten Handeln haben Unternehmen die Möglichkeit, über ihr Geschäftsreisebüro oder online, CO2-Kompensation für die verursachte Klimaschädigung durch Emissionsvermeidung an anderer Stelle zu kompensieren. Wenn Flugreisen nicht vermieden werden können, wird für den CO2-Ausstoß der Flugstrecke ein entsprechender Gegenwert berechnet, der dann in die Reduzierung von CO2 an anderer Stelle investiert wird. Das können erneuerbare Energien oder energieeffiziente Technologien sein. Ein Plattformanbieter ist z.B. Atmosfair.

Ähnliches bietet die Deutsche Bahn. Wer mit der Business-Bahncard reist, reist grundsätzlich grün, durch die Verwendung von Öko-Strom. Aber auch bei Einzel-Buchungen kann über einen geringen Aufpreis ein Klima-Ausgleich getätigt werden.

Klimafreundliche Reiserichtlinien sind bislang die Ausnahme, aber von Arbeitnehmern gewünscht:

„Nur 24% der Geschäftsreisenden gibt an, dass in ihrem Unternehmen klimafreundliche Reiserichtlinien existieren (z.B. Vorgaben oder Incentivierung klimaschonender Verkehrsmittel). 63% befürworten es, wenn zukünftig in ihrem Unternehmen entsprechende Richtlinien eingeführt würden.“

Ergebnis einer Studie von SAP Concur

Nachhaltig reisen mit SAP Concur:


Der Artikel „Geschäftsreisende wollen mehr Klimaschutz“ von SAP Concur bietet weitere aufschlussreiche Informationen zum Thema „nachhaltige Geschäftsreisen“. Die oben genannte Studie wird hier zum Download angeboten.
Lassen Sie sich beraten und erfahren Sie, wie SAP Concur ein nachhaltiges Travel Management in Ihrem Unternehmen unterstützen kann.

Quellen

1 SAP Concur befragte gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT in einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung 1.008 Deutsche, davon 509 Geschäftsreisende in Deutschland: https://www.concur.de/newsroom/article/geschaftsreisende-wollen-mehr-klimaschutz

2 Bedürfnispyramide: Schnelligkeit schlägt Komfort: https://www.concur.de/newsroom/article/bedurfnispyramide-schnelligkeit-schlagt-komfort

Datum


29.Januar 2020

Autor


Barbara Ofer | @rocon_gmbh

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